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Milben beim Pferd – ein hartnäckiges Problem

Tinkerstute Sally mit einem kleinen Mädchen – Pferde für Kinder und Familien

Unsere Tinkerstute Sally mit unserer Enkeltochter. Auf diesem Bild sieht man gut, dass wir den dichten Behang bereits gekürzt haben. Gerade bei Pferden mit viel Behang wie Tinkern oder Kaltblütern erleichtert das die Kontrolle der Haut und die Pflege der Beine. Aus unserer Erfahrung hilft das dabei, Milben und Mauke früher zu erkennen und die betroffenen Stellen besser zu behandeln.

Warum sind Tinker und Kaltblüter häufiger betroffen?

 

Tinker, Belgische Kaltblüter und andere Pferderassen mit dichtem Behang haben häufiger mit Milben zu kämpfen. Der dichte Behang bietet Milben gute Bedingungen und erschwert gleichzeitig die Kontrolle der Haut. Erste Veränderungen werden deshalb oft erst spät entdeckt.

Aus unserer Erfahrung hat es sich bewährt, den Behang bei betroffenen Pferden vorsichtig zu kürzen. Das ist mir anfangs sehr schwergefallen, denn ich war eigentlich immer dagegen. Ich fand, der dichte Behang gehört einfach zu einem Tinker oder Belgischen Kaltblut dazu. Erst nachdem unser belgisches Kaltblut Leo an einer schweren Sepsis erkrankte und wir seine Beine regelmäßig kontrollieren und behandeln mussten, habe ich meine Meinung geändert. Seitdem können wir die Haut besser kontrollieren, die Beine einfacher reinigen und Pflegeprodukte gezielter auftragen.

Natürlich ist das nicht bei jedem Pferd notwendig. Bei unseren Pferden hat diese Maßnahme die tägliche Pflege jedoch deutlich erleichtert.

Wenn sich ein Pferd ständig kratzt, an den Beinen knabbert oder sich die Haut verändert, denken viele zuerst an Mauke. Bei unseren Pferden fing jedoch alles mit Milben an. Besonders unser belgisches Kaltblut Leo und unsere Tinkerstute Sally hatten immer wieder Probleme.

Über die Jahre haben wir viele verschiedene Produkte getestet. Manche halfen kurzfristig, doch das Problem kam immer wieder zurück – besonders in den kalten und feuchten Wintermonaten.

Woran erkennt man Milben?

 

Typische Anzeichen sind:

* starker Juckreiz

* ständiges Stampfen

* Scheuern an Wänden oder Zäunen

* Krusten an den Fesselbeugen

* Hautverdickungen

* Haarausfall

* später oft auch Mauke

Gerade Pferde mit viel Behang, wie Kaltblüter oder Tinker, sind häufiger betroffen.

 

Warum bekommen manche Pferde immer wieder Milben?

 

Milben fühlen sich besonders wohl, wenn:

* dichter Behang vorhanden ist,

* die Haut lange feucht bleibt,

* das Immunsystem geschwächt ist,

* mehrere Pferde engen Kontakt haben.

Unsere Pferde leben im Offenstall. Trotz viel Bewegung und frischer Luft kamen die Milben immer wieder zurück. Offenstallhaltung allein schützt also leider nicht davor.

Unsere Erfahrungen

Wir haben wirklich vieles ausprobiert:

* verschiedene Mittel aus dem Internet

* Produkte gegen Milben

* Kräutermischungen

* Mittel zur Stärkung des Immunsystems

* Zink als Futterzusatz

* regelmäßiges Waschen

* Desinfektion der Beine

* tierärztliche Medikamente

Manches brachte eine deutliche Verbesserung – aber dauerhaft verschwunden waren die Milben leider nie.

 

Was hat uns am meisten geholfen?

 

Am besten hat sich bei uns bewährt:

* den Behang kurz zu halten oder abzurasieren,

* die Beine regelmäßig zu kontrollieren,

* die Haut sauber und trocken zu halten,

* konsequent weiter zu pflegen – auch wenn alles wieder gut aussieht.

Sobald wir die Pflege vernachlässigt haben, kamen die Probleme häufig zurück.

 

Wann sollte der Tierarzt kommen?

 

Der Tierarzt sollte hinzugezogen werden, wenn:

* offene oder nässende Stellen entstehen,

* das Pferd starke Schmerzen hat,

* sich die Haut entzündet,

* die Behandlung über längere Zeit keinen Erfolg zeigt.

Bei unseren Pferden hat der Tierarzt ebenfalls Medikamente verschrieben, die gut geholfen haben – allerdings waren auch sie keine dauerhafte Lösung.

 

Unser Fazit

 

Nach vielen Jahren und unzähligen Produkten haben wir für unsere Pferde leider noch kein Wundermittel gefunden.

Milben gehören für manche Pferde leider zu den Problemen, die immer wieder auftreten können. Entscheidend ist aus unserer Sicht eine konsequente Pflege, regelmäßige Kontrollen und schnelles Handeln bei den ersten Anzeichen.

Mehr zum Thema:

👉 Lies auch unseren Artikel „Mauke beim Pferd – unsere Erfahrungen“, wenn dein Pferd bereits Krusten oder entzündete Fesselbeugen entwickelt hat.

👉 Pferde mit starkem Behang können außerdem an CPL (Chronisch progressives Lymphödem) leiden. In unserem CPL-Artikel erfährst du mehr über Ursachen, Anzeichen und Pflege.

 

Wie sind eure Erfahrungen?

 

Habt ihr ein Mittel gefunden, das eurem Pferd dauerhaft geholfen hat? Schreibt es gerne in die Kommentare – wir freuen uns über jeden hilfreichen Tipp.

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